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Was ist Cloud Computing und welche Vorteile bietet es?

CloudanbieterWer rechenintensive Anwendungen ausführt und Berechnungen anstellt, die so kompliziert sind, dass sie auf einem handelsüblichen PC einfach viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen würden, muss einfach für mehr Rechenkapazitäten sorgen. Gerade in Unternehmen gibt es kaum einen Weg, aufwendige Arbeiten schneller zu erledigen. Richtig? Falsch! Vor einigen Jahren mag diese Brute-Force-Methode zwar noch das Maß aller Dinge gewesen sein; inzwischen gibt es jedoch eine sehr viel effizientere Methode, günstig und schnell an geballte Rechenleistungen zu kommen.

Die Computer in den Wolken

Das Stichwort heißt in diesem Zusammenhang Cloud Computing. Falls Sie sich ein wenig für IT und Technik interessieren, werden Sie diesen Begriff in den letzten Monaten wahrscheinlich schon einmal irgendwo aufgeschnappt haben. Wir wollen daher an dieser Stelle genauer erklären, was Cloud Computing überhaupt bedeutet und wofür man es benutzt.

Cloud-ComputingCloud bedeutet übersetzt „Wolke“, womit natürlich nur eine sprichwörtliche Wolke gemeint ist. Die Wolke, um die es hier geht, besteht aus einer enormen Anzahl von Servern, die allesamt zusammengeschaltet sind und so ihre Rechenkapazitäten auf ein beliebiges Projekt (oder auch mehrere) bündeln können. Nehmen wir etwa an, Sie müssten in Ihrem Unternehmen aus irgendeinem Grund plötzlich eine solch rechenintensive Anwendung auf Ihrem eigenen Computer ausführen, dass dies mehrere Tage oder Wochen dauern würde. Natürlich könnten Sie einfach Ihre eigene Serverfarm – sofern überhaupt vorhanden – aufstocken und die Aufgabe so schneller erledigen.

Einfacher geht dies jedoch, indem Sie einen Dienstleister kontaktieren, der Cloud Computing anbietet. Sie „mieten“ Rechenkapazitäten von diesem Anbieter und lassen ihn die Berechnungen durchführen. Das Ergebnis bekommen Sie anschließend über das Internet wieder zugesendet. So können Sie theoretisch von einem einzigen handelsüblichen PC aus selbst die komplexesten und schwierigsten Aufgaben bewältigen. In der Praxis machen natürlich hauptsächlich Unternehmen vom Cloud Computing Gebrauch, denn welcher Privatanwender benötigt schon eine solch erhebliche Rechenleistung?

Kosten für Cloud Computing

Cloud StromkostenEin wichtiger Vorteil – neben der erwähnten Zeitersparnis – sind die kaum vergleichbaren Kosten. Anstatt sich selbst um eine in der Praxis meist unerhört teure Serverfarm zu kümmern, können Sie auf die Infrastruktur großer Cloud Computing Anbieter zurückgreifen. Dies spart enorme Summen ein, denn neben den reinen Anschaffungskosten für die Hardware entfallen auch laufende Kosten wie der zu bezahlende Strom, Wartungsarbeiten, Soft- und Hardwareupdates, Sicherheitsmaßnahmen und so weiter. Cloud Computing ist so der preiswerteste Weg für Unternehmen, größere Rechenkapazitäten freizustellen.

Unterschiedliche Arten des Cloud Computings

Software-as-a-ServiceCloud Computing ist nicht einfach so unter einem Begriff zusammenzufassen, wie es der Anfang des Artikels dargestellt hat. Das haben wir an dieser Stelle nur der Einfachheit und Anschaulichkeit halber getan. Tatsächlich unterteilt sich Cloud Computing in unterschiedliche Dienste, die je nach Einsatzgebiet unterschiedliche Bezeichnungen aufweisen.

Software-as-a-Service, oder kurz SaaS, ist beispielsweise eine Art des Cloud Computings, die Ihnen wahrscheinlich sogar schon einmal begegnet ist. Darunter fallen etwa Webanwendungen von Microsoft oder auch Google, mit denen Sie Dokumente und Tabellen online bearbeiten können. Der Anbieter der Cloud bietet Ihnen damit eine Anwendung an, die Sie nicht auf Ihrem PC installieren müssen. Stattdessen benutzen Sie nur das Interface in Ihrem Webbrowser und die Rechenkapazitäten der Cloud.

Dem gegenüber stehen die recht verwandten Modelle Platform-as-a-Service (PaaS) und Infrastructure-as-a-Service (IaaS). Unter PaaS versteht man hierbei die Möglichkeit, die Plattform des Cloud Computing Anbieters für eigene Anwendungen nutzen zu können. Sie programmieren eine Webanwendung und lassen diese bei (beispielsweise) Google oder Microsoft hosten. Sie müssen sich nicht um den Vertrieb Ihrer Anwendung kümmern, denn schließlich werden keine Daten tatsächlich an den Kunden ausgeliefert. Als Nebeneffekt wird so auch die Verbreitung von Raubkopien eingedämmt, wenngleich dies sicherlich nicht der Hauptgrund für die Entwicklung dieses Konzeptes war.

IaaS hingegen kommt am ehesten dem Prinzip nahe, das wir eingangs als Beispiel benutzt haben. Sie mieten sich große zur Verfügung stehende Rechenkapazitäten, wenn Sie diese brauchen. Vorher undenkbar teure Rechenaufgaben sind plötzlich bezahlbar, Sie können genau die Menge an Kapazitäten mieten, die Sie benötigen, und Folgekosten entstehen auch keine. Insbesondere für kleinere Unternehmen ist IaaS somit nicht nur eine Alternative, sondern wahrscheinlichen in den meisten Fällen die durchweg bessere Lösung im Vergleich zur Neuanschaffung von eigenen Servern.

Cloud Computing – Buzzword oder die Zukunft?

Cloud Computing ZukunftWir kennen das: Manchmal kommen neue Technologien und versprechen das Blaue vom Himmel, nur um einige Jahre später wieder spurlos zu verschwinden. Skeptische Naturen werden das auch dem Cloud Computing nachsagen, denn einige Fragen (Wie sicher sind meine Daten auf den Servern der großen Konzerne?) sind noch immer ungeklärt.

Dennoch wird Cloud Computing auf Dauer nicht verschwinden, im Gegenteil. Microsoft etwa sieht die Zukunft ganz klar in der Wolke. Weg von den Anwendungen auf den PCs der Kunden, hin zu den jederzeit und von überall aus verfügbaren Programmen in der Wolke. Doch ganz so weit sind wir momentan noch nicht – mit einer eindeutigen Betonung auf dem kleinen Wörtchen „noch“…

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